





(english version below)
HANNAH HALLERMANN
Adjusting
Hannah Hallermann entwickelt Skulpturen, die sich mit unserer Wahrnehmung und Haltung auseinandersetzen. Was wir sehen, hängt davon ab, wo wir stehen.
Die große Skulptur ADJUSTER besteht aus zwei verformten Stahlkörpern, verbunden durch Scharniere. Ausgehend vom Bild der Scheuklappe löst sie die Idee einer festen Perspektive auf und überführt sie in Bewegung. Je nach Ausrichtung der Stahlkörper und des eigenen Körpers verengt oder erweitert sich der Blick.
Der ADJUSTER ist ein Instrument der Ein-Stellung. Jede Positionierung ist eine Entscheidung: Was nehmen wir wahr, was blenden wir aus? Mit dieser Entscheidung geht Verantwortung einher. Doch nicht alle können sie unter denselben Bedingungen treffen. Sich auszurichten ist ein Privileg – und kann zugleich überfordern oder unter Druck setzen.
Der ADJUSTER steht selbst unter Druck. Hunderte Liter Wasser formen den Stahl von innen. Die LED-Textarbeit greift diese Spannung auf. In fragmentierten Sätzen verschieben sich Möglichkeiten und Grenzen – zwischen Können und Müssen, Hinschauen und Wegsehen.
HANNAH HALLERMANN
Adjusting
Hannah Hallermann develops sculptures that engage with perception and posture. What we see depends on where we stand.
The large-scale sculpture ADJUSTER consists of two deformed steel bodies connected by hinges. Drawing on the image of blinkers, it dissolves the notion of a fixed perspective and translates it into movement. Depending on the orientation of both the steel elements and one’s own body, the field of vision narrows or expands.
ADJUSTER is an instrument of calibration. Every positioning is a decision: what do we perceive, and what do we block out? This decision entails responsibility. Yet not everyone can make it under the same conditions. To align oneself is a privilege – and at the same time it can be overwhelming or exert pressure.
ADJUSTER itself is under pressure. Hundreds of liters of water shape the steel from within. The LED text work picks up this tension: in fragmented sentences, possibilities and limits shift – between being able to and being obliged to, between looking and looking away.